12. Oktober 2023: Abschlussveranstaltung der Projekte PaluDivers und ProMoor

13
Sep
2023

Einladung zur Abschlussveranstaltung
Eingebettet in Rahmenvorträge stellen wir die Ergebnisse beider Projekte vor. Begleitend werden Akteure aus der Praxis über Herausforderungen und erfolgreiche Lösungsansätze einer nassen Moorbewirtschaftung und zu Verwertungsmöglichkeiten der Moorbiomasse berichten. Am Nachmittag wird es eine Technikdemonstration auf ganzjährig nassem Moorgrünland geben.
Organisatorisches
Ort: Bürgerhaus „Alte Feuerwehr“, Breite Straße 71, 14929 Treuenbrietzen
Kosten: Für leibliches Wohl ist gesorgt. Es wird kein Tagungsbeitrag erhoben.
Anmeldung: Die Anzahl der teilnehmenden Personen ist begrenzt. Bitte melden Sie sich bis 30.09.2023 verbindlich an: paul.mosebach@hnee.de (bitte angeben, ob an der Exkursion teilgenommen wird).
Hinweise: Die Fahrt vom Bürgerhaus zum Exkursionsort und zurück erfolgt gemeinsam in Kleinbussen (Fahrtzeit etwa 5 Minuten).
Vor Ort ist eine Wegstrecke von etwa 1 km auf Waldwegen bis zu den Demonstrationsflächen zu gehen. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung.

Programm 12. Oktober 2023

Moore in Deutschland und Brandenburg
In Deutschland gibt es mehr als 1,8 Millionen Hektar Moore und sonstige organische Boden. Das Land Brandenburg ist mit rund 160.000 Hektar Moorfläche eines der moorreichsten Bundesländer. Der Großteil der Moore wird deutschlandweit für die land- und forstwirtschaftliche Nutzung entwässert.
Nur durch eine deutliche Anhebung der Wasserstände können den negativen Wirkungen auf Böden,
Gewässer und Klima sowie den enormen Verlusten an biologischer Vielfalt begegnet werden. Jedoch
birgt dies neue Herausforderungen zur Bewirtschaftung der Böden und Nutzungsverfahren mit angepasster Technik müssen entwickelt werden.

Naturschutzfachliche Anforderungen an nasse Moornutzung
Um den Erfordernissen nachhaltiger alternativer Nutzungen gerecht zu werden, sind die Aspekte der Förderung der einheimischen biologischen Vielfalt flankierend zu den neuen Nutzungsverfahren von vornherein mit zu berücksichtigen. Im Projekt „PaluDivers“ wurden fußend auf den bisherigen Erfahrungen Maßnahmen zur Schonung bzw. Förderung der Lebensraumqualität für feuchtgebietstypische Arten herausgearbeitet und als Katalog für die diversen nassen Bewirtschaftungsformen zusammengestellt.

Nasse Nutzung von Mooren mit angepasster Technik
Eine Nutzung der Flächen als Nassgrünland oder in Anbauverfahren ist auch bei höheren
Wasserständen möglich und insbesondere mit Blick auf die Produktion nachwachsender Rohstoffe
anzustreben. Dazu bedarf es technischer Anpassungen wie z.B an die geringeren Tragfähigkeiten der
Böden, die im Projekt „ProMoor“ untersucht wurden. Hinweise und Empfehlungen zu den
Erfordernissen an die Technik in Abhängigkeit von den Wasserständen und den Pflanzenbeständen
wurden zusammengestellt.