rote beete

Voll Regional: Bio Rote Bete für den Berliner und Brandenburger Markt. Foto: Hermannsen 2014

Forum Gemüse

Mehr Biogemüse-Erzeuger*innen aus Brandenburg! Reibungslose Zusammenarbeit in der Wertschöpfungskette.

Der Bio-Gemüsebau in Brandenburg ist überschaubar: Laut Statistik  werden auf einer Fläche von ca. 380 ha Bio-Gemüse angebaut (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2013 / 2016) – das entspricht in etwa der Größe des Tempelhofer Felds. Hinzu kommen 400 ha Bio-Kartoffelanbau. Um ein umfassenderes Bild von der Situation des Bio-Gemüsebaus in Brandenburg zu erhalten, führte die HNEE in Kooperation mit der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) im Herbst 2016 eine Erzeuger*innenumfrage durch. Insgesamt wurden 293 Bio-Betriebe in Brandenburg angeschrieben und gefragt, in welchem Umfang sie Bio-Gemüse anbauen, welche Verarbeitungs- und Absatzwege sie nutzen und wie sie ihren Betrieb in Zukunft weiterentwickeln möchten. Im Zeitraum vom 26.09. bis 13.11.2016 nahmen 45 Betriebe an der Umfrage teil (Rücklaufquote: 15 %).

Das Gemeinschaftsprojekt von 16 Landwirtschaftsbetrieben, Unternehmen und Verbänden stärkt den Bio-Gemüseanbau in der Hauptstadtregion.

Das EIP-Projekt „Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg“ tritt an, die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nach Bio-Gemüse und Bio-Kartoffeln – aus der Region für die Region – zu verkleinern. Hierzu gründete sich im Jahr 2017 eine Operationelle Gruppe (OG) mit 16 Mitgliedern aus den Bereichen Urproduktion, Verarbeitung, Handel, Großverbrauchern, Wissenschaft und Verbänden. Ziel ist der Auf- und Ausbau einer wettbewerbsfähigen, nachhaltig rentablen und skalierbaren Bio-Gemüseproduktion in Brandenburg. Um dieses Ziel zu erreichen gilt es, Einstiegsbarrieren zum Bio-Gemüsebau zu überwinden und die Produktions-, Lager-, Verarbeitungs- und Logistikprozesse zwischen den Betrieben und den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen zu koordinieren. Zum Teil müssen Strukturen komplett neu geschaffen werden, beispielsweise im Bereich der Lagerug und Aufbereitung. In anderen Bereichen wird angestrebt bestehende Strukturen angepasst zu nutzen, so z.B. in der Logistik. Zur Schaffung von Markttransparenz und für die Stärkung der fachlichen Kompetenzen im Bio-Gemüseanbau werden zudem neue Austausch- und Beratungsformate entwickelt und Know-how aus anderen Regionen hinzugezogen.

Die Projektziele werden mit etablierten Bio-Betrieben, Junglandwirtinnen und -landwirten sowie Handel, Verarbeitung und Anbietern von Gemeinschaftsverpflegung umgesetzt. Es soll eine koordinierte Anbauplanung zwischen den Betrieben – zunächst für die Kulturen Kartoffel, Möhre und Zwiebel – realisiert werden. Die Ausweitung auf weitere Kulturen ist ebenso geplant. Die Produktion soll an die spezifischen Anforderungen der Angebots- und Nachfrageseite angepasst werden. Die Waren- und Informationsströme durch eine zu entwickelnde Software koordiniert oder durch Anpassung bereits vorhandener Software in effiziente Logistiklösungen überführt.

Als Instrumente für den fachlichen Austausch werden Gemüse-Field-Schools und Marktgespräche entwickelt und erprobt. Durch ein Mentoren-Modell wird den Junglandwirtinnen und -landwirten sowie Diversifizierungsbetrieben Unterstützung bei der Entwicklung ihrer Kompetenzen gegeben.

Wer macht mit? seitens des nachgelagerten Bereichs

Wer macht mit? seitens der Erzeuger*innen

Dieses Team koordiniert das Projekt

Leitungsteam-EIP-GEmuese

Das Leitungsteam (v.l.n.r.): Charis Braun (HNE), Evelyn Juister (HNE), Gerald Köhler (FÖL), Michl Wimmer (FÖL), Prof. Dr. Anna Maria Häring (HNE), Andrea Hoffmann (FÖL); Foto: Andreas Winter


 

In Kurzform: Projektblatt des Ministeriums (2018). Link zur Pressemitteilung der FÖL e.V.

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Bewilligt! Feierliche Übergabe und freudige Gesichter! v.l.n.r: M. Wimmer, A.M. Häring, H. Rieken, A. Bangert, C. Braun, A. Riediger, J. Vogelsänger | Foto: Beblek 2017

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Sekt darf bei einer Feier nicht fehlen | Foto: Rieken 2017